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ResiDance fördert seit dem Jahr 2008 die nachhaltige Etablierung von Community Dance in der Region Ostwestfalen-Lippe und ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Peter Gläsel Stiftung. Community Dance ist Tanz mit tänzerischen Laien auf professionellem Niveau.

Die Wegbereiter des Community Dance, Royston Maldoom, Tamara McLorg, Janice Parker und viele andere, sind auch unsere Wegbereiter gewesen. Sie haben das ResiDance Programm begründet und in den ersten drei Jahren aktiv begleitet.

Im Zentrum der ResiDance Philosophie steht die Überzeugung, dass jeder Mensch über ein individuelles, hohes kreatives Potenzial verfügt. ResiDance bietet diesen Potenzialen eine Plattform. Tanz als nonverbale, universale Körpersprache ist eine Ausdrucksform, die für alle Menschen zugänglich ist.

 

Tanz

Tanz hat eine unmittelbare und nachhaltige Wirkung auf das Selbstbild, das Kompetenzbewusstsein, die Selbstwirksamkeitserwartung, die soziale Kompetenz, die kognitive Leistungsfähigkeit, die emotionale und physische Gesundheit, die Resilienz, und viele, sich teils gegenseitig bedingende "Nebeneffekte" mehr.

Mit Tanz lassen sich hochemotionale Themen gleichermaßen umsetzen wie politische, philosophische und andere intellektuelle Inhalte. Er bietet eine Herausforderung, der man sich physisch, emotional, intellektuell, seelisch und sogar spirituell nähert. In unserer Arbeit insbesondere in diesem Bereich ist es unser Anliegen diesen Bildungsansatz im wahrsten Sinne erlebbar zu machen. 

 

Tänzer

Das Community Dance Programm ResiDance der Peter Gläsel Stiftung ist ein Angebot künstlerischer und damit kultureller Bildung. Dieses Angebot gilt per se für Menschen aller Altersstufen, unabhängig von ihren körperlichen und geistigen Voraussetzungen und ihrem kulturellen und ökonomischen Hintergrund.

 

Künstler

ResiDance ist seit den ersten Schritten der Name für ein Community Dance Programm, das Royston Maldoom (OBE) als eines der nachhaltigsten und innovativsten Konzepte in dem Bereich bezeichnet (Maldoom, Royston (2010): "Tanz um Dein Leben"). Das Programm ermöglicht die Teilhabe an professioneller, künstlerisch-kultureller Bildung im Bereich Community Dance.

Ein Team von insgesamt zwölf speziell ausgebildeten lokalen Choreographen, Musikern, Assistenten, Licht- & Kostümdesignern und Bühnenbildnern realisiert unter der Leitung von Andreas Wegwerth ("Stern des Jahres 2010" der NW, LZ, HK) regelmäßig Festivals, Projekte und fortlaufende Kurse in Ostwestfalen-Lippe. Aufführungen finden jedes Jahr in verschiedenen Theatern wie dem Theaterlabor Bielefeld, dem Detmolder Sommertheater oder auch dem Hangar 21 in Detmold statt.

 

Kooperationen

Es bestehen heute partnerschaftliche Kooperationen mit den Wegbereitern des Programms, unter anderen Tamara McLorg, Royston Maldoom, Janice Parker, Christopher Benstead und Pete Ayres. So erarbeitete Royston Maldoom im Oktober 2010 mit 111 Teilnehmenden von 8 bis 70 Jahren sein Stück "ResiDance Watercolours", das an vier Abenden mit sehr großem Erfolg im Hangar 21 in Detmold zur Aufführung kam.

ResiDance pflegt in Ostwestfalen-Lippe Partnerschaften mit verschiedenen Organisationen und Schulen. Die Lebenshilfe Detmold und die Hamfeldschule in Bielefeld sind zwei Beispiele für Kooperationen im Sinne eines nachhaltigen Ansatzes der Peter Gläsel Stiftung im Bereich der künstlerisch-kulturellen Bildung.

ResiDance ist zudem Teil eines europäischen Community Dance Netzwerks. Dieses Netzwerk geht auf die Arbeit und Initiative der Choreographen Tamara McLorg, Royston Maldoom, Janice Parker und vieler anderer zurück. Neben ResiDance (Detmold) gehören "Tanz die Toleranz" (Wien, AT), "Dance United" (Belfast, NI) und "Making A Move" (Hamburg, D) zu diesem Netzwerk.

 

Bildung

Eine erfolgreiche Bildung entwickelt sich nach unserer Überzeugung vor allem aus der richtigen Haltung. Für ein gelungenes Konzept Kultureller Bildung gibt es keinen Lehrplan. Es braucht gut ausgebildete Künstler, weswegen wir unserem Team aus Fachleuten jedes Jahr zwei einwöchige Fortbildungen ermöglichen.

Es braucht einen liebevollen, empathischen Blick auf Menschen, um diese ungeachtet ihres Alters, ihrer physischen und mentalen Voraussetzungen und religiösen Ansichten auf der Bühne und im Leben zusammenbringt.

Wir glauben an das Potenzial eines jeden Menschen. Wir glauben es braucht den Mut, auf dieses Potenzial zu vertrauen, alles daran zu setzen, diesem Potenzial zur Entfaltung zu verhelfen. Der große Erfolg von ResiDance gründet sich auf dieser Haltung. Unsere besten und glaubhaftesten Kritiker sind die begeisterten Teilnehmer und ein von ihrer künstlerischen und menschlichen Leistung überwältigtes Umfeld.

 

Zukunftsmusik

Am 05.05.2013 wird mit dem Projekt "ResiDance goes Bach" ein weiteres großes ResiDance Tanzprojekt mit über 100 Tänzern aller Altersstufen in der Christuskirche in Detmold aufgeführt. Das Projekt findet im Rahmen einer Kooperation mit der Hochschule für Musik (Detmold) statt anlässlich des Bachfests, das in dieser Zeit in Detmold stattfindet.

Zudem möchten wir den zahlreichen Anfragen von Bildungseinrichtungen und anderen Kooperationspartnern nachkommen und auch weiterhin möglichst viele kleine und große ResiDance Projekte in der Region Ostwestfalen-Lippe durchführen.

 

 

ResiDance Projekte

Dies ist eine Übersicht der wichtigsten Projekte seit den ersten Schritten im Jahr 2008. Es gibt außerdem seit Beginn an verschiedene Workshop-Formate und kleinere Projekte.

 

2013

ResiDance goes Bach

Das Projekt “ResiDance goes Bach” umfasste vielseitige choreographische Interpretationen von Bach-Werken.
Diese sind unter der Leitung von Andreas Wegwerth (Peter Gläsel Stiftung, Detmold) und zusammen mit dem
ResiDance-Team entstanden, die mit insgesamt 100 beteiligten Tänzern im Alter zwischen 9 und 70 Jahren
sechs Monate lang einmal wöchentlich gearbeitet haben.
Der Cellist Alexander Gebert, Professor an der Hochschule für Musik Detmold, sorgte zusammen mit der aus
St. Petersburg stammenden Organistin Natalia Sander für die musikalische Gestaltung des Abends. Zusammen
mit den Tänzern, die in Kostümen von Lea Moses und den Lichtstimmungen von Chris Umney schon äußerlich
eine Brücke zur Musik schlugen, wurde das Publikum zu einer berührenden Reise durch die Welt des Musikers
und Menschen Johann Sebastian Bach eingeladen.

 

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Lebenszeichen

Vor jeder Vorstellung von "Kunst der Fuge", eine Produktion des Landestheaters Detmold (Mai 2013), im Sommertheater (außer der Premiere) präsentierten 6 Tänzer und Tänzerinnen der Lebenshilfe e.V. und des Balletts des Landestheaters Detmold unter der Leitung von Gaëtan Chailly eine 15-minütige Choreographie zur Musik aus dem "Wohltemperierten Klavier" von Johann Sebastian Bach (Klavier: Ruslana Pavlovska-Holowko).

 

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ResiDance.Bewegt.Bildung

Im Jahr 2013 arbeitete die Peter Gläsel Stiftung zusammen mit der Laborschule Bielefeld an der Umsetzung eines einzigartigen Kunstprojekts. Alle achten Klassen der Laborschule bekamen die Gelegenheit, sich für vier bis sechs Wochen mit einem spannenden und herausfordernden Projekt auseinanderzusetzen – außerhalb der Schule! Das Projekt wurde von den Schülerinnen und Schülern selber in einem begleiteten Meinungsbildungsprozess auf die Beine gestellt und wurde von den ersten Ideen über die Themenfindung, die Organisation und die letztliche Umsetzung von allen Klassenmitgliedern gemeinsam verwirklicht. An der Laborschule nennt sich diese einzigartige Möglichkeit des erfahrungsbasierten Lernens "Entschulung".

Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 Karmin der Laborschule Bielefeld – die Laborschule nutzt Farbtöne zur Unterscheidung der einzelnen Klassen – haben sich im Vorfeld ihres Entschulungsprojekts mit einer für den heutigen Schulalltag nach wie vor außergewöhnlichen Frage beschäftigt. "Was würdet Ihr tun, wenn Ihr sechs Wochen Zeit bekommt um etwas zu tun, …

… bei dem möglichst alle Schritte von Euch geplant, geprobt und durchgeführt werden
… bei dem ihr Menschen außerhalb von den von Euch gewohnten Lebenskreisen begegnet
… das Euch an einen anderen Ort außerhalb von Schule führt?"

Die Antwort fiel einstimmig aus: Tanzen.

Bei dem auf diese Planungsphase folgenden ResiDance Projekt stand die gemeinsame Entwicklung des Stoffs im Vordergrund. Neben einer Choreographie wurde ein Dokumentarfilm, die Kostüme, das Lichtdesign, die Werbung und alles mit einem ResiDance Projekt Zusammenhängende von den Schülern (mit-)gestaltet! Das gesamte ResiDance Team war eingebunden, so dass die Probenzeit von sechs Wochen vielseitig gestaltet werden konnte. Am 12. Juli 2013 gab es zwei Aufführungen vor ausverkauftem Haus im Theaterlabor Bielefeld.

 

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2012

Die "SommerResiDance 2012" (08. – 14.07.2012) war das zweite Jugendtanzfestival und erneut das größte seiner Art in ganz Europa!! Wieder waren verschiedene internationale Gruppen eingeladen, unter anderem aus Belfast (NI), Wien (AT), Duisburg (D), Bielefeld (D) und Newcastle (GB). 14 international renommierte Dozenten arbeiteten eine Woche mit den fast 100 Jugendlichen. An allen Abenden wurden eigens erarbeitete Stücke gezeigt.

 

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"ResiDance Hoch 3" hat drei Schulen bewegt: das Schulzentrum Langenberg, die Schule am Teutoburger Wald in Horn-Bad Meinberg und das Förder-Berufskolleg im Kolping-Berufsbildungswerk Brakel sind Schulen, die auf herausragende Weise junge Menschen dabei unterstützen, ihr Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. ResiDance ist mit diesen drei Schulen auf die Reise gegangen. Zusammen mit den Tänzern haben sechs ResiDance Künstler in drei intensiven Probenwochen eine Vorstellung entwickelt, in der es um den Menschen geht, nicht um seine Leistung.

 

Die Aufführung des Projekts fand am 11.11.2012 im Detmolder Sommertheater statt.

Choreographie:Merle Große-Tebbe, Andreas Wegwerth
Lichtdesign:Chris Umney
Kostümdesign:Lea Moses
Musik:José Lopez, Roman Maiorino & Band

 

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2011

Das Projekt "ResiDance FreiRaum" umfasste 10 unterschiedliche Stücke in drei Aufführungen. Diese sind unter der Leitung von vier Choreographen entstanden, die mit insgesamt 190 beteiligten Tänzern im Alter zwischen 9 und 70 Jahren fünf Monate lang einmal wöchentlich gearbeitet haben. Aufführungen waren am 25.06.2011 in Lage (Schulzentrum), am 02.07.2011 in Bielefeld (Theaterlabor) und am 17.07.2011 in Detmold (Sommertheater).

Choreographie:Merle Große-Tebbe, Kirsteen Mair, Patricia Struffolino, Andreas Wegwerth
Lichtdesign:Chris Umney
Kostümdesign:Lea Moses

 

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"Quizas" ist aus einer Kooperation mit der Karla-Raveh-Gesamtschule in Lemgo hervorgegangen. Erstmalig wurde zu lateinamerikanischer Live-Musik getanzt! Aufführung war am 06.11.2011 im Detmolder Sommertheater.

Choreographie:Merle Große-Tebbe, Andreas Wegwerth
Lichtdesign:Chris Umney
Kostümdesign:Lea Moses
Musik:José Lopez, Roman Maiorino & Band

 

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2010

Die "SommerResiDance", ein Jugendtanzfestival in Detmold, beherbergte im Juli 2010 Jugendgruppen aus den ResiDance Partnerstädten Belfast (NI), Wien (AT) und Hamburg (D) sowie aus Newcastle und Sunderland (GB). Eine Woche lang hatten 300 Teilnehmende bei fast zwanzig international renommierten Choreographen und Musikern verschiedene Workshops und feierten sich und die entstandenen Choreographien am Ende der Woche in der Stadthalle Detmold. Das Konzept war so erfolgreich, dass im Juli 2012 die zweite SommerResiDance stattfand und auch für das Jahr 2014 wieder ein großes Jugendtanzfestival geplant ist.

 

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Mit "ResiDance Watercolours" nahm Royston Maldoom (OBE) den in diesem Jahr stattfindenden 200. Geburtstag von Frédéric Chopin zum Anlass, zusammen mit 111 ResiDance Tänzern aus ganz OWL ein Jubiläumsstück zu Ehren des berühmten Komponisten zu choreographieren. Dies war für ihn zudem eine willkommene Gelegenheit, mit der Wiener Konzertpianistin Ferhan Önder zusammenzuarbeiten. Ferhan Önder hat mit ihrer Interpretation des Stückes "Black Earth" des Komponisten Fazil Say den Abend eröffnet. Nach einmonatiger Probenzeit kam das Stück am 28., 29., 30. und 31.10.2010 vor jeweils restlos ausverkauften Plätzen im Hangar 21 in Detmold zur Aufführung.

Choreographie:Royston Maldoom (OBE)
Pianistin:Ferhan Önder
Lichtdesign:Pete Ayres
Kostümdesign:Ruth Pulgram
Projektleitung & choreo- graphische Assistenz:Andreas Wegwerth

 

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2009

"ResiDance 3 Pieces" war das erste Stück von lokalen Choreographen. Es wurden drei Stücke erarbeitet, die am 10. und 11.06.2009 im Theaterlabor Bielefeld aufgeführt wurden.

Choreographie:Claudia Lorenz, Nathalie Mathieu, Andreas Wegwerth

 

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2008

"ResiDance – Rhythm to Dance" ist die bis heute in Erinnerung gebliebene Auftaktveranstaltung des Programms. Es wurde am 04. und 05.04.2008 in der Detmolder Stadthalle aufgeführt.

Choreographie:Tamara McLorg, Janice Parker, Josef Eder, Zoe Hurrel, Leroy Dias Dos Santos, Hakan “Danny” Redjep
Artistic Director:Royston Maldoom
Licht Design:Pete Ayres

 

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"Across A Clear Blue Sky" folgte im gleichen Jahr. Diesmal mit einem großen Orchester und einer eigens erstellten Komposition von Christopher Benstead! Aufführungen fanden am 26. und 27.09.2008 im Hangar 21 in Detmold statt.

Choreographie:  Tamara McLorg, Janice Parker, Josef Eder, Zoe Hurrel, Leroy Dias Dos Santos, Hakan “Danny” Redjep, Claudia Lorenz, Nicole Baumann, Birgit Aßhoff, Andreas Wegwerth
Komposition:Christopher Benstead
Artistic Consultant:Royston Maldoom
Licht Design:Pete Ayres

    

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Kontakt:

Andreas Wegwerth
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: 05231 30826-13